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Für Sportlerinnen ist es besonders wichtig, den weiblichen Zyklus und die damit verbundenen hormonellen Schwankungen zu berücksichtigen, da diese direkten Einfluss auf die körperliche Leistungsfähigkeit haben können. Dabei spielt Magnesium eine wichtige Rolle – nicht nur für die Muskel- und Nervenfunktion, sondern auch für zahlreiche Stoffwechselprozesse. In diesem Artikel zeige ich, warum eine magnesiumreiche Ernährung speziell für Sportlerinnen sinnvoll sein kann, um den Körper während des Zyklus optimal zu unterstützen und wann eine Supplementierung infrage kommt.

Magnesium und der weibliche Zyklus

Während des Menstruationszyklus verändern sich die Konzentrationen der Sexualhormone Östrogen und Progesteron deutlich. Gleichzeitig beeinflussen hormonelle Veränderungen verschiedene Prozesse im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt. Deshalb wird auch immer wieder diskutiert, inwiefern der Magnesiumhaushalt während des Zyklus beeinflusst wird.

Östrogen und Magnesium

In der ersten Zyklushälfte steigt der Östrogenspiegel zunächst an und erreicht kurz vor der Ovulation einen deutlichen Peak. Östrogen kann dabei den Magnesiumhaushalt beeinflussen und unter anderem die Verteilung von Magnesium zwischen Blut und Gewebe verändern.

Für Sportlerinnen bedeutet das allerdings nicht automatisch, dass in dieser Phase ein Magnesiummangel entsteht. Vielmehr ist es sinnvoll, insgesamt auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr zu achten. Gerade bei intensiven Trainingseinheiten können Muskelkrämpfe, Müdigkeit oder eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit jedoch verschiedene Ursachen haben und sollten deshalb nicht allein auf Magnesium zurückgeführt werden.

Progesteron und Magnesium

Nach der Ovulation beginnt die sogenannte Lutealphase. In dieser Phase steigt der Progesteronspiegel deutlich an. Gleichzeitig verändern sich verschiedene Stoffwechsel- und Flüssigkeitsprozesse im Körper.

Insbesondere bei Sportlerinnen, die bereits eine niedrige Magnesiumzufuhr haben oder einen erhöhten Bedarf aufweisen, kann deshalb eine ausreichende Versorgung besonders relevant sein. Zudem treten in der zweiten Zyklushälfte häufiger Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Wassereinlagerungen auf. Eine ausreichende Magnesiumzufuhr kann dabei insbesondere im Rahmen einer insgesamt ausgewogenen Ernährung sinnvoll sein.

Warum eine magnesiumreiche Ernährung für Sportlerinnen wichtig ist

Für Frauen im Leistungssport ist es grundsätzlich sinnvoll, den Magnesiumbedarf möglichst über eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu decken. Denn magnesiumreiche Lebensmittel liefern gleichzeitig weitere wichtige Nährstoffe und tragen damit zu einer insgesamt guten Nährstoffversorgung bei.

Zu den guten Magnesiumquellen gehören beispielsweise:

  • Grünes Blattgemüse wie Spinat und Mangold
  • Nüsse und Samen wie Mandeln und Sonnenblumenkerne
  • Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen
  • Vollkornprodukte
  • Avocados
  • Dunkle Schokolade bzw. Kakao

Durch den regelmäßigen Verzehr dieser Lebensmittel lässt sich die Magnesiumzufuhr im Alltag erhöhen. Gerade für Sportlerinnen mit einem hohen Trainingsumfang ist das relevant, weil nicht nur der Energie-, sondern auch der Nährstoffbedarf entsprechend berücksichtigt werden sollte.

Welche Rolle spielt Magnesium für die Sexualhormone?

Magnesium ist nicht nur Bestandteil zahlreicher Stoffwechselprozesse, sondern wird auch für die Funktion vieler Enzyme benötigt. Deshalb spielt es eine wichtige Rolle für verschiedene Prozesse, die indirekt mit dem Hormonstoffwechsel zusammenhängen.

Allerdings sollte daraus nicht abgeleitet werden, dass Magnesium die Sexualhormone direkt „reguliert“. Vielmehr unterstützt eine ausreichende Magnesiumversorgung normale physiologische Prozesse. Ein ausgeprägter Magnesiummangel kann diese Prozesse beeinträchtigen und sich dadurch auch auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

Magnesium, Stimmung und PMS

Besonders interessant ist Magnesium im Zusammenhang mit prämenstruellen Beschwerden. Einige Studien zeigen, dass eine Magnesiumsupplementierung bei Frauen mit PMS bestimmte Beschwerden, beispielsweise Wassereinlagerungen oder Stimmungsschwankungen, reduzieren kann.

Allerdings ist die Studienlage nicht für alle PMS-Symptome eindeutig. Deshalb sollte Magnesium nicht als alleinige Lösung für starke prämenstruelle Beschwerden betrachtet werden. Vielmehr kann eine ausreichende Versorgung ein sinnvoller Bestandteil eines ganzheitlichen Ansatzes sein.

Wann kann eine Supplementierung sinnvoll sein?

Obwohl eine ausgewogene Ernährung die wichtigste Grundlage bildet, gibt es Situationen, in denen eine Supplementierung sinnvoll sein kann. Das gilt beispielsweise dann, wenn die Ernährung dauerhaft wenig magnesiumreiche Lebensmittel enthält oder ein erhöhter Bedarf beziehungsweise eine unzureichende Versorgung vermutet wird.

Auch bei Sportlerinnen mit einem hohen Trainingsumfang lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die gesamte Ernährung. Treten trotz einer ausgewogenen Ernährung wiederholt Beschwerden wie Muskelkrämpfe, Erschöpfung oder Kopfschmerzen auf, sollte allerdings zunächst nach weiteren möglichen Ursachen gesucht werden.

Wenn eine Supplementierung sinnvoll ist, können gut verfügbare Magnesiumverbindungen wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumglycinat eingesetzt werden.

Magnesiumcitrat

Magnesiumcitrat wird gut aufgenommen und ist eine häufig verwendete Magnesiumverbindung. Allerdings kann es bei höheren Dosierungen bei empfindlichen Personen eine abführende Wirkung haben.

Magnesiumglycinat

Magnesiumglycinat wird ebenfalls gut aufgenommen und gilt als vergleichsweise gut verträglich. Deshalb kann diese Form insbesondere für Personen interessant sein, die auf andere Magnesiumverbindungen empfindlich reagieren.

Magnesium und sportliche Leistungsfähigkeit im Zyklus

Für Sportlerinnen ist es sinnvoll, den eigenen Zyklus und mögliche Veränderungen der Leistungsfähigkeit zu beobachten. Dabei sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass der Magnesiumbedarf in jeder Zyklusphase automatisch deutlich erhöht ist.

Erste Zyklushälfte: Follikelphase

Während der Follikelphase steigt der Östrogenspiegel zunehmend an und erreicht kurz vor der Ovulation seinen höchsten Wert. Gleichzeitig verändert sich der Stoffwechsel im Verlauf des Zyklus.

Deshalb ist auch in dieser Phase eine ausreichende Magnesiumzufuhr sinnvoll. Besonders wichtig ist jedoch die langfristige Versorgung, anstatt die Magnesiumzufuhr ausschließlich an einzelnen Zyklustagen auszurichten.

Zweite Zyklushälfte: Lutealphase

Nach der Ovulation steigt der Progesteronspiegel an. Gleichzeitig können sich unter anderem Körpertemperatur, Flüssigkeitshaushalt, Appetit und subjektives Belastungsempfinden verändern.

Wenn in dieser Phase zusätzlich PMS-Beschwerden auftreten, kann eine ausreichende Magnesiumversorgung unterstützend wirken. Dennoch sollte die individuelle Ernährung und die gesamte Trainings- und Regenerationssituation betrachtet werden, anstatt ausschließlich den Magnesiumbedarf zu erhöhen.

Fazit: Magnesium als Teil einer guten Nährstoffversorgung

Magnesium erfüllt zahlreiche wichtige Funktionen im Körper und ist deshalb auch für Sportlerinnen ein relevanter Mineralstoff. Eine ausreichende Versorgung unterstützt unter anderem die normale Muskel- und Nervenfunktion und trägt zu einer guten allgemeinen Nährstoffversorgung bei.

Gerade im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus kann es deshalb sinnvoll sein, die eigene Magnesiumzufuhr im Blick zu behalten. Eine magnesiumreiche Ernährung bildet dabei die wichtigste Grundlage. Eine Supplementierung kann hingegen in bestimmten Situationen ergänzend sinnvoll sein.

Wenn du mehr über zyklusbasiertes Training und eine sportgerechte Ernährung erfahren möchtest oder eine individuelle Beratung wünschst, melde dich gerne direkt bei mir per E-Mail.

Quellen:

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Spiers, J. G., Lazarus, S. A., & Adeney, K. L. (2019). Dietary magnesium and female hormonal health: The role of magnesium in PMS. Journal of Women’s Health, 28(5), 670-680. https://doi.org/10.1089/jwh.2018.7435

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